Wenn der Sommer auf Sardinien in die Verlängerung geht

Wenn die Tage kürzer werden, es abends im Biergarten kühler wird und die Pullover wieder aus dem Schrank gezogen werden ist es wieder soweit: Der Sommer verabschiedet sich in Mitteleuropa langsam und der Herbst kündigt sich an. Genau jetzt ist die perfekte Zeit für eine Verlängerung des Sommers auf einer Insel, die von den Griechen Sandalyon (Sandale) genannt wurde und für jeden Geschmack etwas bietet.

Felsküste vor Tortoli

Gestern noch fröstelnd in Deutschland aufgebrochen, stehen wir nach einigen Stunden Autofahrt an der Reling der Fähre, die bei strahlendem Sonnenschein und 30 Grad Celsius in Olbia einläuft. Wir ziehen die Jacken aus, die Sonnenbrillen und bewundern die traumhaft schöne Felsenküste, die Sardinien zum Geheimtipp für Taucher, Schnorchler und Wassersportler macht. Die italienische Insel hat soviele Landschaften wie ein ganzer Erdteil – Sandstrände,  bizarre Felsenküste, grüne Wälder mit Laubbäumen und Korkeichen, weite Ebenen und Berge, die sich bis auf 2000 Höhenmeter in den blauen Himmel strecken.

Obwohl Sardinien nur rund 250 Kilometer lang und halb so breit ist, sollte man die Fahrtzeiten mit dem Auto oder Reisemobil auf der Insel nicht unterschätzen. Abseits der wenigen Autobahnstrecken und besonders auf den kurvigen Küstenstraßen sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit oft auf 50 km/h. Aber davon sollte man sich nicht abhalten lassen, Sardinien mit seinen vielen Facetten zu erkunden. Traumhafte Landschaften, smaragdgrünes Wasser und geschichtsträchtige Städte wollen entdeckt werden. Wie zum Beispiel das katalanisch geprägte Alghero, das Besuchern eine wunderschöne Altstadt und malerische Sonnenuntergänge bietet, die man am besten auf der Mauer der alten Bastion genießt.

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In der schroffen Landschaft Sardiniens verstreut liegen unzählige Nuraghen – geheimnisvolle bienenstockförmige Steinruinen aus der Bronzezeit. Eine der größten und ältesten Nuraghen ist Su Nuraxi in Barumini, die aus der Zeit um 1500 vor Christus stammt. Postkartenidylle bietet der Norden der Insel, zum Beispiel die Granitfelsen von Capo Testa oder die bekannte Costa Smeralda. Je nach Kreditkartenlimit kann man dort in den Shops weltweit bekannter Designermarken einkaufen, oder einfach nur die Luxusyachten in den Badebuchten und die unzähligen Supersportwagen des Jetsets auf den Straßen bestaunen.

Ein Grund, warum die Stadt Nuoro im Landesinneren zu den wenigen „Blue Zone“-Regionen der Welt gehört – Landstriche in denen die Bewohner besonders alt werden – ist die gesunde und köstliche sardische Küche. Überall auf der Insel, oft direkt am Rand der Landstraßen und direkt vom Erzeuger, kann man Obst, Gemüse, Honig sowie andere Leckereien einkaufen und Meeresfrüchte sowie Fisch gibt für das abendliche Grillevent fangfrisch in vielen Fischläden oder Supermärkten. Dazu ein hervorragender sardischer Weine und man kann den Tag mit den letzten Sonnenstrahlen nochmal Revue passieren lassen und Pläne für den nächsten Urlaubstag schmieden. Oder man plant schon den nächsten Urlaub auf der „Sandale“ denn die Vielfalt der Insel ist in zwei oder drei Wochen kaum zu erleben. Und so  gibt es viele Gäste, die zu Wiederholungstätern werden und Sardinien immer wieder neu entdecken.

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